4. Jan. 2019
Peppermint Gruppe: Nur wer Wandel und Integration gestaltet, ist zukunftsfest aufgestellt!  

Aktuell 25 junge Menschen aus 6 Ländern in der Berufsausbildung


Chemnitz / Berlin / Rodewisch / Wilkau-Haßlau - Nur wer auf Vielfalt und Integration in seinem Unternehmen setzt, wird den demografischen Wandel bewältigen und für die Zukunft gut aufgestellt sein. Diese Überzeugung vertreten die in Sachsen ansässigen Textilunternehmen Ertex Jacquard, Rodewisch, und Zwickauer Kammgarn GmbH, Wilkau-Haßlau, die beide zur Berliner Peppermint Gruppe gehören. Personalchef Tino Vordank sagte beim Jahresauftakt-Medientermin des vti am 4. Jan. 2019 in Chemnitz: “Wir sind eine global agierende Branche. Rund 44 Prozent erwirtschaftet die deutsche Textilindustrie im Export. Wenn wir die Herstellung hoch qualitativer und innovativer Textilien in Deutschland aufrechterhalten wollen, müssen wir uns verstärkt um Arbeitskräfte bemühen. Deshalb bilden wir bei Peppermint gegenwärtig fünfundzwanzig junge Menschen aus sechs Ländern aus, darunter Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan.“

Wie Tino Vordank schilderte, ist diese Ausbildungsoffensive bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf eine sehr positive Resonanz gestoßen: “Die ausländischen Jugendlichen erfahren große Solidarität und Hilfsbereitschaft, beispielsweise bei der Wohnungssuche oder bei der Bewältigung des Arbeitsweges. Nach unseren Erfahrungen sind für die Auszubildenden mit ausländischen Wurzeln mangelnde Deutschkenntnisse und noch fehlendes Fachwissen die größten Hürden. Damit wir zu den erhofften Ergebnissen gelangen, sind besonderes Engagement und guter Wille aller Beteiligten gefragt.” Die Peppermint-Gruppe sei der Überzeugung, mit solchen Initiativen den richtigen Weg zu gehen. Der Fachkräftemangel sei in vielen Regionen Deutschlands längst schon ein Arbeitskräftemangel auf breiter Front, dem es ganz praktisch zu begegnen gelte, betonte der Manager. Am Wichtigsten sei der Abbau bürokratischer Hindernisse, die viele Unternehmen abschreckten, mehr ausländische Jugendliche auszubilden oder Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben und diese zu integrieren. Neben mehr gesellschaftlicher Anerkennung seien staatliche Unterstützungsprogramme und die Entlastung der Unternehmen wünschenswert.  

Die von den geschäftsführenden Gesellschaftern Ingeborg Neumann und Marcus Baumbach geleitete Industriegruppe Peppermint mit Sitz in Berlin wurde 1997 gegründet. Ingeborg Neumann engagiert sich ehrenamtlich als Präsidentin des in Berlin ansässigen Gesamtverbandes textil+mode e. V. für die Branche. Die Peppermint Gruppe entwickelt innovative Textilien in jeder Stufe der Wertschöpfungskette und erwirtschaftet mit über 600 Mitarbeitern an sechs Standorten in Europa, davon vier in Deutschland, weltweit einen Jahresumsatz von ca. 90 Mio. EUR.    www.peppermint.biz

Bildtexte zu Pressefotos aus der Zwickauer Kammgarn GmbH (honorarfrei)  –  Abruf:  vti-pressedienst@pr-inform.de

Dipl.-Textilingenieur Uwe Barth, Ausbildungsverantwortlicher in der Zwickauer Kammgarn GmbH, im Gespräch mit seinem Schützling Said Jalal Hussaini.  Der 19jährige Afghane absolviert in dem zur Berliner Peppermint Gruppe gehörenden Unternehmen in Wilkau-Haßlau gegenwärtig eine Berufsausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer Textil.  Foto: Wolfgang Schmidt

Hochwertige Garne sowohl für modische als auch für technische Zwecke entstehen in der Zwickauer Kammgarn GmbH, einem Unternehmen der Berliner Peppermint Gruppe. Unser Foto zeigt Textilmaschinenführerin Heidi Gerber in der Produktion in Wilkau-Haßlau. Foto: Wolfgang Schmidt

Presse-Kontakt: Tino Vordank, Personalleiter Peppermint Holding    Tel.  0172 3994741     E-Mail: t.vordank@peppermint.biz

Hightech & Tradition

Die Textil- und Modeindustrie der neuen Bundesländer ist eine weltweit bekannte Hightech-Branche mit großer Tradition. Insbesondere die Textilhersteller in Sachsen und Thüringen gehörten zu den Wegbereitern der industriellen Revolution in Deutschland.

 

Das Verbandsgebiet des vti gehört zu den wenigen europäischen Regionen mit einer geschlossenen textilen Kette. Sie umfasst Spinnereien, Webereien, Vliesstoffproduzenten, Veredler, Strickereien, Strumpfwirkereien, Hersteller von Heim- und Haustextilien, Designer & Konfektionäre für Schutzbekleidung und Mode sowie Produzenten technischer Textilien.

 

Insgesamt sind 16.000 Menschen in der mittelständisch geprägten Branche tätig, davon 12.000 in Sachsen und 2.500 in Thüringen. Mehr als 50 Prozent des Produktionsvolumens entfallen auf Technische Textilien, rund 30 Prozent auf Heimtextilien sowie knapp 20 Prozent auf Mode und Bekleidung.


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