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Konjunkturelle Lage der vti-Mitgliedsunternehmen und Mitarbeitergewinnung in der Pandemie

2. März 2022

„Die konjunkturelle Lage in den Branchenunternehmen ist weiter angespannt. Trotz einer positiven Entwicklung der Umsätze in Höhe von ca. 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr konnten die Verluste der vergangenen Jahre in keiner Weise kompensiert werden. Betrachtet man die Zeit von 2019 bis heute, so sind die Umsätze in der Textilindustrie um 11 Prozent und in der Bekleidungsindustrie um über 30 Prozent gesunken. Die Themen von damals (EEG-Umlage, Netzentgelt sowie steigende Rohstoffpreise) sind bis heute nicht gelöst und werden von weiteren wirtschaftspolitischen Entscheidungen und den coronabedingten Belastungen noch verschärft. Die hohe Flexibilität und die schnelle Umorientierung auf neue Produkte und damit auch neue Kunden hat vielen Unternehmen das Überleben gesichert. Es bleibt zu hoffen, dass die strengen Coronamaßnahmen zeitnah beendet werden und Lieferketten und Vertriebswege in einen kalkulierbaren „Normalzustand“ einschwingen. Von vielen Unternehmen wird ein guter Auftragsbestand gemeldet, jedoch behindern fehlendes Personal und Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Rohstoffen eine rasche Erholung.“, konstatiert Dr.-Ing. Jenz Otto, Hauptgeschäftsführer im Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V., zur Jahresauftakt-Pressekonferenz des vti.
Zur aktuellen politischen Lage führt Jenz Otto aus: „Der russische Angriff auf die Ukraine ist auf das Schärfste zu verurteilen. Die Kampfhandlungen sollten so schnell wie möglich beendet und Gespräche geführt werden. Jedes Menschleben, dass in diesen Krieg geopfert wird, ist eines zu viel.
Unsere Gedanken und unsere Solidarität sind in diesen Stunden insbesondere bei der ukrainischen Bevölkerung. Eine Vielzahl wirtschaftlicher Kooperationen und Netzwerke sind in den vergangenen Jahren auch in unserer Branche zwischen der Ukraine und Deutschland entstanden. Wir hoffen auf einen baldigen Frieden und eine gedeihliche Fortführung dieser Zusammenarbeit.“


Folgende Referenten standen im Podium der Online-Pressekonferenz zur Mitarbeitergewinnung in der Pandemie für Fragen zur Verfügung:


1. Dr.-Ing. Jenz Otto, Hauptgeschäftsführer im Verband der Nord- Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V.
"Informationen zur konjunkturellen Lage und der Ausbildungssituation in den Mitgliedsunternehmen"

Eine außerordentliche Herausforderung für unsere Unternehmen ist die Sicherung des Personal- und Fachkräftebedarfes. Eine jährlich wiederkehrende Umfrage zur Ausbildungssituation in unseren Mitgliedsunternehmen zeigt, dass das Thema einen hohen Stellenwert besitzt. In mehr als 40 Unternehmen werden über 170 Ausbildungsplätze angeboten. Das entspricht in etwa den Werten des Vorjahrs. Allerdings konnten 65 Ausbildungsplätze im Vorjahr nicht besetzt werden. Der Ausfall vieler Berufsorientierungsveranstaltungen aufgrund der Coronaeinschränkungen hat das Problem weiter verschärft. Digitale Formate wurden von unseren Unternehmen zwar genutzt, jedoch ersetzen diese nicht den persönlichen Kontakt.


2. Thomas Lindner, Vorsitzender des Vorstands des Verbands der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V.,
Geschäftsführer Strumpfwerk Lindner GmbH

"Qualifizierung von Quereinsteigern und Integration ausländischer Mitarbeiter"

Explodierende Energie- und Rohstoffkosten belasten die Verbandsmitglieder des vti und natürlich auch mein Unternehmen. Zusätzlich sind wir in unserer Branche gezwungen, unsere Belegschaften zu verjüngen und Abgänge zu kompensieren. Aufgrund der Vollbeschäftigung in den meisten Regionen Deutschlands fallen die Mitarbeitergewinnung und die Gewinnung von Lehrlingen immer schwerer. Ein möglicher Ausweg aus diesem Dilemma kann die Akquise und Integration ausländischer Mitarbeiter sein. LINDNER hat in den zurückliegenden Jahren und auch aktuell auf ausländische Quereinsteiger und auf Fachkräfte zurückgreifen können und diese in den meisten Fällen erfolgreich integrieren können. Diese Integration bedeutet Wille auf beiden Seiten. Als Verband, aber auch als Unternehmen, sehen wir die Integration ausländischer Mitarbeiter als große Chance, den demographischen Herausforderungen begegnen zu können. Bieten können wir in Sachsen moderne Arbeitsplätze und vielfältige Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung. Die Qualifizierung von Quereinsteigern ist dabei eine erfolgversprechende Möglichkeit, Kapazitäten in Sachsen und Deutschland zu halten bzw. weiter auszubauen.

3. Nico Teutsch, Geschäftsführer, OTEX Textilveredlung GmbH

"Strategische Personalarbeit | Mitarbeiter gewinnen, halten und entwickeln"

Als größter Arbeitgeber in Flöha und Umgebung – mit mehr als 90 Mitarbeitern bietet OTEX sichere Zukunftsaussichten mit vielfältigen
Weiterentwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeiter. Mit dem Programm „Mitarbeiter gewinnen, halten und entwickeln", hat OTEX die Personalgewinnung zur Chefsache gemacht. Vielfältige Initiativen wie die intensive Betreuung junger Menschen gehören dazu. Sie wirken an innovativen Produkten für viele Bereiche mit. Gute Noten in der Berufsschule werden bei OTEX besonders belohnt. Jeder Azubi wird nach der
erfolgreichen Ausbildung garantiert übernommen. Mit entsprechender Berufserfahrung kann später eine Weiterqualifizierung zum Industriemeister Textilwirtschaft oder staatlich geprüften Textiltechniker absolviert werden. OTEX bietet als 100%iges Tochterunternehmen des internationalen Medizinprodukteherstellers BAUERFEIND vielfältige Entwicklungschancen. 

 

4. Dr. Heike Illing-Günther, Geschäftsführender Direktor, Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V. (STFI)

"Verbundausbildung für Auszubildende im textilen Mittelstand"

Die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften sowie die Qualifizierung von Quereinsteigern sind Maßnahmen, die für den Unternehmenserfolg unerlässlich sind. Das Sächsische Textilforschungsinstitut möchte mit seinem neuen Bildungsprogramm ab 2022 einen Teil zum Erfolg Ihres Textilunternehmens beitragen. Wir sind seit 30 Jahren Innovationspartner und Dienstleister für unsere Kunden.
Ein Bestandteil der STFI AKADEMIE ist die Verbundausbildung für Auszubildende der Textilunternehmen der Region. Die fachbezogenen Module können wichtige Ausbildungsschwerpunkte ergänzen oder vertiefen, sofern sie in den ausbildenden Unternehmen aufgrund deren Spezialisierung selbst nicht realisierbar sind. Alle Module werden als Basisprogramm, Intensivprogramm oder ganz individuell, zeitlich und inhaltlich ausgerichtet.

Dr.-Ing. Jenz Otto ; Foto: vti-pressedienst
Thomas Lindner ; Foto: W.Schmidt
Foto: OTEX-Qualitätssicherung, Torsten Proß/Jeibmann Photographik

Pressekontakt

vti-pressedienst

Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti), Sitz Chemnitz
c/o P3N MARKETING GMBH, Chemnitz
Telefon: +49 371 243509 00 
E-Mail: vti-pressedienst@p3n-marketing.de

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